Mittwoch, 11. September 2013

Über 80 Prozent aller Jugendlichen sind onlinesüchtig

Hückelhoven (ots) - In den Medien wird sie gefeiert: Die gamescom 2013 in Köln. Über 340.000 Besucher in fünf Tagen und die Computerspielindustrie ist glücklich. Onlinespiele sind beliebt wie nie. Ergebnisse werden sofort über Facebook geteilt und geliked. Immer "ON" sein, immer mit seiner Community in Verbindung, immer das Smartphone geladen und was passiert wenn der Akku leer ist?

Das Online Vergleichsportal AsFro.de hat 1.000 Teilnehmer befragt: "Ist Ihr Kind oft online und wenn ja, über welchen Zeitraum?" Das Ergebnis ist erschreckend: 81,4 Prozent antworteten mit Ja. Über einen Zeitraum von mehr als 6 Stunden sind die Kids täglich online! 6 Stunden Googlen, Twittern, Facebooken und spielen!

Ob in der Schule, im Verein, zuhause oder unterwegs. Deutschlands Kinder und Jugendliche sind onlinesüchtig, denn wer mehr als 6 Stunden täglich ON ist, der gilt unter Fachleuten als süchtig. Obwohl die Onlinesucht den Begriff der Sucht beinhaltet, ist diese Klassifizierung eher umstritten, denn nichts deutet auf eine reelle körperliche Entzugserscheinung hin. Dennoch ist eine psychische Abhängigkeit klar erkennbar und schwer therapierbar.

Onlinesucht ist vergleichbar mit anderen Verhaltenssüchten wie Glücksspielsucht, Kaufsucht oder Alkoholsucht. Allein der Umgang mit dem Internet verschaffe den Abhängigen Euphorie und Befriedigung. Fachleute gehen davon aus, dass es fünf bis zehn Jahre dauern kann, bis exzessiver Internetgebrauch als Sucht anerkannt wird.

Die Umfrage steht im Netz unter: www.AsFro.de

Mittwoch, 4. September 2013

Kinderarzt-Suche: Worauf Eltern Wert legen

Berlin (ots) - Wenn es um die Gesundheit der Kinder geht, legen Eltern hohe Maßstäbe an. Das gilt auch für die Auswahl des Kinderarztes. Eine Umfrage* unter 500 Müttern mit Kindern unter vier Jahren ergab: 83 Prozent der Mütter legen bei der Auswahl des Kinderarztes Wert auf Zeit, Geduld und Freundlichkeit. 70 Prozent folgen dem guten Ruf oder Empfehlungen von Freunden und Bekannten. Die räumliche Nähe und die Möglichkeit von kurzfristigen Terminen sind rund der Hälfte der befragten Mütter wichtig.

Nur 20 Prozent der Mütter machen laut der Umfrage* die Entscheidung für oder gegen einen Kinderarzt von der Ausstattung der Praxis und den Räumlichkeiten abhängig. Eine bedeutende Rolle bei der Suche nach einem Kinderarzt spielt aber dessen fachliche Qualifikation. Hebamme Annika Neher, selbst Mutter eines zweijährigen Sohnes, kennt die Wünsche der Eltern: "Der Kinderarzt sollte auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand sein und Diagnosen für Laien verständlich erklären können. Außerdem sollte er sich in die Gefühle der Eltern hineinversetzen können und ihre Sorgen ernst nehmen - egal ob es um einen banalen Schnupfen, Kinderkrankheiten oder die Entwicklung des Kindes geht."

Kinderarzt mit Impferfahrung gefragt

Von ihrer Arbeit mit Schwangeren und Müttern weiß Annika Neher, dass gerade das Thema Impfen bei Eltern viele Fragen aufwirft. Welche Impfungen sind wirklich notwendig? Wann muss ich mein Kind impfen? Wie kann ich mein Kind von der Impfung ablenken? Hier sind neben dem Kinderarzt auch Hebammen ein guter Ansprechpartner. "Während und nach der Schwangerschaft sind wir Hebammen für viele Mütter die erste Anlaufstelle", so Neher. "Wenn die Kleinen älter werden, wenden sich Eltern mit ihren Fragen oft direkt an den Kinderarzt. Ihnen ist es wichtig, dass der Kinderarzt Erfahrung mit dem Impfen hat und sich Zeit nimmt, sie bei diesem wichtigen Thema gut zu beraten."

Der Kinderarzt orientiert sich in der Regel an den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut. Diese rät Eltern, ihr Kind nicht nur gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Haemophilus influenzae Typ B, Kinderlähmung und Hepatitis B impfen zu lassen, sondern auch gegen weniger bekannte Krankheiten wie Pneumokokken-Infektionen. Die ersten Impfungen sollte der Säugling bereits nach Vollendung des zweiten Lebensmonats erhalten.

Neben den Anforderungen an die fachliche Qualifikation und das Einfühlungsvermögen des Kinderarztes gaben 54 Prozent der befragten Mütter an, dass ihnen die räumliche Nähe zur Arztpraxis wichtig ist. 50 Prozent nannten die Möglichkeit von kurzfristigen Terminen als ein Auswahlkriterium. "Eltern sollten darauf achten, dass die Praxen gut organisiert sind. Im Ernstfall will niemand mit seinem kranken und quengelnden Kind stundenlang im Wartezimmer sitzen", rät Hebamme Annika Neher.

Weitere Informationen zum Thema Impfen finden Eltern auf www.impftipp.de.

* TNS Emnid Umfrage unter 500 Müttern mit Kindern unter 4 Jahren, April 2013.

Checkliste Kinderarzt

Die Checkliste bietet Eltern eine Orientierung bei der Entscheidung
für den passenden Kinderarzt.
o Fachliche Kompetenz
o Einfühlvermögen, Geduld und Freundlichkeit des Praxispersonals
o Angemessener Umgang mit Kindern
o Der Arzt kann komplexe Sachverhalte verständlich erklären
o Gute zeitliche Erreichbarkeit
o Freundliche Atmosphäre in der Praxis
o Professionelle Ausstattung der Räume
o Sauberes Wartezimmer mit Spielecke
o Bei Bedarf: Spezialisierung

Kontakt und weitere Informationen:

Pfizer Deutschland GmbH
Unternehmenskommunikation
Linkstraße 10, D-10785 Berlin
Telefon: +49 (0)30 - 55 00 55 - 51088
E-Mail: presse@pfizer.com
Internet: www.pfizer.de

Mittwoch, 28. August 2013

Azubis und Ausbilder präsentieren Ausbildungswege im Westdeutschen Rundfunk

Köln (ots) - Der WDR lädt am Samstag, 14. September 2013, von 11.00 bis 16.00 Uhr zum Ausbildungstag auf das Produktionsgelände in Köln-Bocklemünd ein. Schülerinnen und Schüler, Schulabgängerinnen und -abgänger, Eltern, Studentinnen und Studenten sowie alle weiteren Interessierten sind eingeladen, sich umfassend über Ausbildungsberufe im WDR zu informieren. Das Angebot reicht von handwerklichen, technischen und kaufmännischen Berufen über journalistische und andere Volontariate bis hin zu Traineeprogrammen in den Bereichen Verwaltung und Technik. Präsentiert werden Tätigkeiten vom Bühnenplastiker und Fachinformatiker bis hin zu Kaufleuten für Büromanagement, Mediengestaltern, Redakteuren sowie Szenen- und Kostümbildnern.

Die insgesamt 21 Ausbildungsberufe und 19 Volontariate und Trainee-Programme werden von Auszubildenden, Ausbilderinnen und Ausbildern vorgestellt. Zudem gibt es Informationen zu Praktika und Schülerpraktika im WDR sowie Möglichkeiten, das Produktionsgelände in Köln-Bocklemünd zu erleben. Auch das Team der "WDR Lehrstellenaktion" ist vor Ort und informiert über Ausbildungsberufe und freie Ausbildungsplätze in Nordrhein-Westfalen. Das Angebot wird abgerundet durch ein Bühnenprogramm, das u.a. Interviews zum Thema "Karrieren im WDR" beinhaltet.

Weitere Informationen auf der Unternehmensseite von wdr.de: www.unternehmen.wdr.de oder bei Facebook unter www.facebook.com/wdrkarriere

Montag, 19. August 2013

TÜV Rheinland: Gesunde Ernährung für I-Dötzchen

Köln (ots) - Jetzt sieht man auf den Straßen wieder zahlreiche Schulanfänger, die sich stolz mit Schulranzen und Tüte in einen neuen Lebensabschnitt stürzen. Doch schon bald steht auch für die Schulanfänger das Lernen im Vordergrund. Und für das Lernen müssen Schüler von der ersten Stunde an konzentriert und einsatzbereit sein. Damit es nicht an Konzentration mangelt, ist die richtige Ernährung für Schulkinder entscheidend. "Um Unterzuckerung und Konzentrationsschwächen noch vor der ersten Pause zu vermeiden, ist ein ausgewogenes und gesundes Frühstück wichtig", weiß Melanie Bauermann, Expertin für Lebensmittel der TÜV Rheinland FoodCert Alliance. "Bevor die Kinder aus dem Haus gehen, müssen sie sich mit einem gesunden Frühstück für den Tag stärken. Denn in der Schule ist schon in der ersten Stunde Konzentration gefragt". Für den richtigen Start in den Tag bieten sich Vollkornprodukte und Müsli an. Die darin enthaltenen Ballaststoffe füllen die Kraftreserven auf und helfen dabei, konzentriert zu arbeiten.

Auf die richtigen Lebensmittel achten
Auch beim Pausenbrot sollten Eltern auf eine ausgewogene und gesunde Zusammenstellung der Lebensmittel achten. Wichtig ist es hierbei auf zahngesunde Produkte zurückzugreifen. Lebensmittel und Getränke, die viel Zucker enthalten, sollten nicht als Pausensnack in den Schulranzen gepackt werden. "Der Pausensnack sollte aus zwei Bestandteilen bestehen: einem Vollkornanteil wie zum Beispiel ein belegtes Brot und einem Obst- oder Gemüseanteil", erklärt die TÜV Rheinland Expertin. "Als Belag für das Brot sollten Eltern keine leicht verderblichen Lebensmittel wie Mett oder Fisch verwenden. Besonders bei warmen Temperaturen können sich dort Keime leicht vermehren.

Auch Süßigkeiten sind nicht geeignet, da der Blutzuckerspiegel zwar schnell ansteigt, aber nach kurzer Zeit direkt wieder absinkt". Für die Obst- oder auch Gemüsevariante können Eltern auf saisonale und regionale Produkte zurückzugreifen. Dafür sollte das Obst und Gemüse gewaschen und geschnitten mit in die Schule geben werden. Auch die Größe der Portionen ist entscheidend: "Der Pausensnack sollte immer kindgerecht portioniert sein. Sind die Portionen zu groß, werden die Kinder schnell müde und es fällt ihnen schwerer dem Unterricht zu folgen". Neben einem gesunden Pausensnack ist auch ausreichend Flüssigkeitsaufnahme wichtig. Als Durstlöscher bieten sich Wasser, ungezuckerter Tee oder Saftschorlen an.
Brotdosen und Flaschen hygienisch sauber halten

Für den Transport der Lebensmittel im Schulranzen bieten sich PVC-freie Brotdosen aus Kunststoff an. Diese sind abwaschbar und können wiederverwendet werden. Praktisch sind auch Brotdosen, die sich unterteilen lassen, so dass Brot und Obst hygienisch getrennt voneinander transportiert werden können. Brottüten aus Papier oder Plastik können meist nur einmal verwendet werden und sollten aus Gründen des Umweltschutzes nicht verwendet werden. "Die Brotdosen müssen täglich ausgewaschen werden. Am besten diese direkt in die Spülmaschine stellen, so dass sie richtig sauber werden.", erklärt Melanie Bauermann von TÜV Rheinland. Gleiches gilt für Trinkflaschen. Auch diese müssen täglich ordentlich gereinigt werden. Da die Öffnungen oftmals sehr eng sind, sind diese schwieriger zu reinigen. Aus hygienischen Gründen sollten die Flaschen daher regelmäßig ersetzt werden.

Auch der Schulranzen sollte täglich kontrolliert werden. "Kinder nehmen oftmals Essen wieder mit nach Hause und vergessen, die Lebensmittel daheim wieder heraus zu nehmen. Deshalb sollten Eltern jeden Abend einen Blick in den Ranzen werfen, ob sich nicht doch noch irgendwo Essensreste verstecken. Also auch in die Fächer, in denen normalerweise keine Lebensmittel aufbewahrt werden", erklärt Melanie Bauermann von TÜV Rheinland.

Mittwoch, 14. August 2013

"Was würden Sie hexen, wenn Sie Bibi Blocksberg wären?"

Mainz (ots) - Nicht nur für die Kleinen gehört sie zu den "Großen der Welt": Die Autorin Elfie Donnelly hat schon Generationen von Kindern mit ihren Geschichten unterhalten. 1977 erfand sie den liebenswerten Elefanten Benjamin Blümchen, drei Jahre später folgte die kleine Hexe Bibi Blocksberg.

Für "logo!-Kinderreporter treffen die Großen der Welt" - am Samstag, 17. August 2013, 19.50 Uhr bei KiKA - hat die zwölfjährige Kinderreporterin Hannah die Autorin im Tierpark Berlin getroffen, natürlich beim Elefantengehege. Die Schriftstellerin erzählt, wie sie die Idee zu dem sprechenden Elefanten hatte und was sie hexen würde, wenn sie's - wie Bibi Bocksberg - könnte.

In den 70er und 80er Jahren fieberten die Kinder bei Benjamins und Bibis Abenteuern auf Hörkassetten mit. Heute gibt es Kinofilme, Zeichentrickserien und eigene Internetseiten mit den beiden. Zurzeit laufen die Dreharbeiten für einen neuen Bibi-Kinofilm unter der Regie von Detlev Buck.

Die ZDF-Kindernachrichten werden täglich bei KiKA ausgestrahlt: samstags bis donnerstags um 19.50 Uhr und freitags um 19.25 Uhr sowie die "logo!"-Kurznachrichten montags bis freitags um 14.08 Uhr und 16.18 Uhr. Das begleitende Onlineangebot mit tagesaktuellen Nachrichten für Kinder findet man auf www.zdftivi.de, den ZDF-Internetseiten für Kinder, oder direkt unter www.logo.de.

Montag, 12. August 2013

Das Netz bin ich: Entwicklungschancen für Kinder und Jugendliche

Berlin (ots) -Heute ist der Internationale Tag der Jugend, der die Förderung der Jugendlichen und ihrer gesellschaftlichen Teilhabe in den Mittelpunkt stellt. Junge Menschen sollen als gleichberechtigte Partner behandelt werden, ihr Engagement und ihre Kreativität soll anerkannt und unterstützt werden. Das Internet ist die perfekte Plattform, um diese Ziele zu erreichen.

Internet und Social Media sind heute für die meisten Kinder und Jugendlichen ein unverzichtbarer Bestandteil ihres täglichen Lebens, aber nicht alle sind gleichermaßen in der Lage, die Vorteile auszuschöpfen und von der Nutzung digitaler Medien für ihre persönliche Entwicklung zu profitieren. Hier können Jugendorganisationen und Einrichtungen der Jugendhilfe eine wichtige Rolle spielen und die Entwicklung von Medienkompetenz fördern. Jugendsozialarbeiter können Kinder und Jugendliche dazu befähigen, das Internet als eine Plattform für die persönliche Entwicklung zu begreifen und mit seinen Herausforderungen zurecht zu kommen.

Eine Umfrage im Rahmen des europäischen Projekts SocialWeb - SocialWork zeigt, dass Jugendsozialarbeiter häufig Fragen zum Thema Internet von ihrer jungen Klientel gestellt bekommen. Ansehen von Videoclips (81%), Spielen von Internet-Spielen (78%), Besuch von Social Network Profilen (76%) und Veröffentlichung von Fotos, Videos oder Musik, um sie mit anderen zu teilen (73%) sind die Aktivitäten, die von den 200 Befragten aus fünf Ländern am häufigsten beobachtet wurden. Aber auch negative Erfahrungen werden berichtet. Diese beziehen sich meistens auf Kontakt mit jemandem, dem die Kinder und Jugendlichen noch nie zuvor begegnet sind (47%), auf Belästigungen (46%), auf pornografische Bilder (41%) oder auf schädliche und unangenehme Nachrichten, die Kinder und Jugendliche erhalten haben (41%).

"Sozialarbeiter haben ihre bewährten Strategien, wie sie ihre junge Zielgruppe ansprechen, aber die Ergebnisse der Studie deuten an, dass viele von ihnen bisher nicht wirklich mit dem Alltag der so genannten Digital Natives vertraut sind." erklärt Jutta Croll, Geschäftsführerin des Projektkoordinators Stiftung Digitale Chancen. "Da das Internet eine ideale Plattform für die persönliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen darstellt, müssen Sozialarbeiter für die Begleitung ihrer jungen Klientel in der digitalen Welt qualifiziert werden."

Freitag, 9. August 2013

Jedes zweite Grundschulkind geht zu Fuß zur Schule

Hamburg (ots) - Auch wenn mittlerweile etwa jedes fünfte Kind mit dem Auto zur Schule gebracht wird, gehen doch immerhin noch rund 50 Prozent der Grundschüler zu Fuß zur Schule. Das zeigt eine Elternumfrage des Forsa-Instituts im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Damit Schulanfänger sicher zur Schule kommen, sollten Eltern mit ihren Sprösslingen frühzeitig den sichersten Schulweg einüben.

Bei der Auswahl des Schulwegs geht Sicherheit vor Schnelligkeit. Die Strecke sollte so verlaufen, dass das Kind möglichst wenig Straßen und Ausfahrten überqueren muss, auch wenn das einen kleinen Umweg bedeutet. Rechtzeitig vor der Einschulung sollten die Eltern gemeinsam mit ihrem Kind die ausgewählte Strecke ablaufen, am besten zu den Zeiten, zu denen das Kind auch später unterwegs ist. Insbesondere das richtige Verhalten an Ampeln und Zebrastreifen müssen Kinder üben. Dabei ist es sehr wichtig, dass die Kinder lernen, auch bei Grün immer nach links und rechts zu schauen, um sich zu vergewissern, dass die Autos auch wirklich anhalten.

Da Kinder ihr Verhalten größtenteils durch Nachahmung lernen, ist das Vorbild der Eltern auf der Straße besonders wichtig. Wenn Mama oder Papa hin und wieder mal bei Rot über die Ampel flitzen, wird das Kind das möglicherweise auch tun.

An den ersten Schultagen begleiten Mutter oder Vater die Abc-Schützen am besten noch auf ihrem Schulweg. Kennt das Kind die Strecke und die Verkehrsverhältnisse, kann es auch alleine gehen, am besten in einer Gruppe mit Nachbarskindern. Kleiner Trick für den Übergang: Die Eltern können ihr Kind einfach mal den Schulweg vorgehen lassen und folgen ihm mit etwas Abstand. So können sie überprüfen, wie sicher ihr Kind sich auf dem Schulweg verhält. Damit das Kind auf dem Weg nicht in Zeitdruck kommt und hetzen muss, sollte es morgens rechtzeitig starten.
Eltern sollten ihrem Kind auch einschärfen, nicht zu Fremden ins Auto zu steigen. Sollte der Sprössling einmal von einem Bekannten oder Verwandten abgeholt werden, ohne dass die Eltern das im Vorfeld mit dem Kind besprochen haben, können die Eltern mit ihrem Kind für solche Fälle ein Codewort vereinbaren. Kann der Abholer das richtige Familien-Passwort nennen, weiß das Kind, dass es mitgehen darf.

Trägt das Schulkind auffällige und helle Kleidung, wird es von den anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen. Außerdem sind Reflektoren an Ranzen und Jacke empfehlenswert.

Weitere Tipps rund um den Schulanfang bietet die Website der TK unter www.tk.de (Webcode 021964).

Dienstag, 30. Juli 2013

Zehntausendfacher Mädchenmord in Indien

München/Delhi (ots) - Die SOS-Kinderdörfer schlagen Alarm: In Indien ist es lebensgefährlich, Mädchen zu sein. Immer häufiger werden Mädchenföten abgetrieben. Schätzungen zufolge werden monatlich rund 50.000 weibliche Föten abgetrieben. Weitere 25.000 Mädchen werden jährlich nach der Geburt getötet. Bei Kindern unter fünf Jahren sterben fast doppelt so viele Mädchen wie Jungen.
"Wir können diesem Grauen nicht untätig zusehen", forderte der Vorstand der SOS-Kinderdörfer weltweit, Dr. Wilfried Vyslozil, in München. "Wir alle müssen handeln! Auch die Politik ist aufgefordert, sich diesem Thema aktiv zu stellen." Die SOS-Kinderdörfer schützen in Indien gefährdete Mädchen und setzen sich für die Rechte der Mädchen ein.

Grund für die humanitäre Katastrophe ist, dass Mädchen in Indien als Last für die Eltern gelten: Wer eine Tochter hat, muss sie mit einer teuren Mitgift ausstatten, die sich vor allem arme Familien nicht leisten können. Aber auch wohlhabendere Familien greifen auch immer häufiger zur Abtreibung. Denn immer mehr indische Eltern können es sich leisten, pränatale Diagnosetechnik wie Ultraschall anzuwenden. Das führt zu einer steigenden Zahl der Abtreibungen.

"An den Gesetzen liegt es nicht", erklärte die Leiterin der SOS-Kinderdörfer in Asien, Shubha Murthi, selbst Inderin und Expertin für das Thema. "In der Verfassung sind Frauen Männern längst gleichgestellt." Das Problem sei die Rückständigkeit vieler Regionen im aufstrebenden Indien.
Offiziell ist in Indien die Geschlechterauswahl durch die pränatale Diagnosetechnik verboten. Allerdings müssen die Eltern Untersuchungen zufolge kaum Verurteilungen fürchten. Dadurch beschleunigt sich die Schieflage im Geschlechterverhältnis in Indien: Anfang der 90er Jahre fehlten im Vergleich 4,2 Millionen Mädchen im Alter bis zu sechs Jahren. Laut Volkszählung waren es 2011 mindestens 7,1 Millionen weniger Mädchen als Jungen.

Eine Mitgift sei historisch betrachtet wichtig gewesen, so SOS-Expertin Murthi. Sie sei eigentlich die finanzielle Absicherung der Frau für den Fall, dass der Mann sie verlasse oder sterbe. Allerdings habe sich im Laufe der Zeit diese Institution gegen die Frauen gewendet. Seit vielen Jahren sei die Mitgift nun der "Lohn" für die Familie des Bräutigams, damit er die Frau zur Gattin nehme. Für die Mitgift müssen sich viele Familien verschulden. So können es sich viele indische Familien nicht leisten, eine Mitgift für eine Tochter zu zahlen und zögen deshalb lieber nur Söhne groß, die eine Mitgift in die Familie holten.

Die SOS-Kinderdörfer treten mit ihren 32 Kinderdörfern und 93 Zusatzprogrammen für Mädchen ein. In den SOS-Familien wachsen Mädchen und Jungen gleichberechtigt auf. Die SOS-Mütter vermitteln ihren Töchtern Selbstwertgefühl. In SOS-Kindergärten, -Schulen und -Ausbildungszentren erhalten Mädchen und Jungen gleiche Bildungschancen. SOS unterstützt alleinerziehende Frauen und benachteiligte Familien bei der Versorgung ihrer Kinder und dringt auch hier auf Gleichstellung und -behandlung von Jungen und Mädchen.

Montag, 29. Juli 2013

2012: Jugendämter führten 107 000 Gefährdungseinschätzungen für Kinder durch

Wiesbaden (ots) - Die Jugendämter in Deutschland führten im Jahr 2012 nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) knapp 107 000 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durch. Das ist das Ergebnis der erstmals durchgeführten Erhebung über Verfahren gemäß Paragraf 8a Absatz 1 Achtes Buch Sozialgesetzbuch (Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung). Eine Gefährdungseinschätzung wird vorgenommen, wenn dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines/einer Minderjährigen bekannt werden und es sich daraufhin zur Bewertung der Gefährdungslage einen unmittelbaren Eindruck von dem Kind beziehungsweise Jugendlichen sowie seiner Lebenssituation macht.

Von allen Verfahren bewerteten die Jugendämter 17 000 (16 %) eindeutig als Kindeswohlgefährdungen ("akute Kindeswohlgefährdung"). Bei 21 000 Verfahren (20 %) konnte eine Gefährdung des Kindes nicht ausgeschlossen werden ("latente Kindeswohlgefährdung"). In 68 000 Fällen (64 %) kamen die Fachkräfte zu dem Ergebnis, dass keine Kindeswohlgefährdung vorliegt. Jedoch wurde in jedem zweiten dieser Verfahren ein Hilfe- oder Unterstützungsbedarf durch das Jugendamt festgestellt.

Zwei von drei Kindern (66 %), bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung vorlag, wiesen Anzeichen von Vernachlässigung auf. In 26 % der Fälle und damit bei gut jedem vierten Kind wurden Anzeichen für psychische Misshandlung festgestellt. Ähnlich häufig, nämlich mit einem Anteil von 24 %, wiesen die Kinder Anzeichen für körperliche Misshandlung auf. Anzeichen für sexuelle Gewalt wurden in 5 % der Verfahren festgestellt. Mehrfachnennungen waren möglich.
Verfahren zur Bestimmung von Gefährdungslagen wurden in etwa gleich häufig für Jungen (51 %) und Mädchen (49 %) durchgeführt; dies gilt auch für Verfahren mit dem Ergebnis einer akuten oder latenten Kindeswohlgefährdung.

Jedes vierte Kind (25 %), für das ein Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durchgeführt wurde, hatte das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet. Drei- bis fünfjährige Kinder waren zu 20 % von den Verfahren betroffen. Mit 22 % waren Kinder im Grundschul-alter (6 bis 9 Jahre) beteiligt und mit 18 % Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren. Für Jugendliche (14 bis 17 Jahre) betrug der Anteil an allen Verfahren 15 %.

Am häufigsten, bei 18 000 Verfahren (17 %), machten Polizei, Gericht oder Staatsanwaltschaft das Jugendamt auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung aufmerksam. Bei gut 15 000 Verfahren (14 %) gingen Jugendämter Hinweisen durch Bekannte oder Nachbarn nach, in knapp 14 000 Fällen (13 %) denen von Schulen oder Kindertageseinrichtungen. Gut jeden zehnten Hinweis (11 %) erhielten die Jugendämter anonym.

Hinweise:
Die Abschätzung des Gefährdungsrisikos erfolgt bei Jugendämtern in Zusammenwirkung mehrerer Fachkräfte. Eine Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes/Jugendlichen bereits eingetreten ist oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten ist und diese Situation von den Sorgeberechtigten nicht abgewendet wird oder werden kann. Das Jugendamt hat den Personensorgeberechtigten zur Abwendung der Gefährdung geeignete und notwendige Hilfen anzubieten. In allen hier dargestellten Ergebnissen ist Hamburg nicht enthalten. Von dort wurden keine Daten zur Verfügung gestellt.

Freitag, 26. Juli 2013

Ein Baby für William und Kate

Mainz (ots) - Mit der Geburt des kleinen George Alexander Louis am vergangenen Montag haben Prinz William und Herzogin Kate dem britischen Thron und der dort seit langer Zeit regierenden Familie Windsor die Zukunft gesichert. In der "ZDFzeit"-Dokumentation "Ein Baby für William und Kate", die am Dienstag, 30. Juli 2013, 20.15 Uhr, im ZDF gezeigt wird, beleuchten die ZDF-Autorinnen Susanne Gelhard und Ulrike Grunewald den weltweiten Hype um das "Empire Baby".

Nach diesem Moment hatten sich Eltern, Königshaus und - so mag es scheinen - die gesamte Weltöffentlichkeit gesehnt: Am 22. Juli brachte Herzogin Kate nicht nur ein Baby, sondern die "Nummer Drei" in der britischen Thronfolge zur Welt. Gleich am nächsten Tag hatte der kleine Prinz seinen ersten Auftritt im nicht enden wollenden Blitzlichtgewitter der Weltpresse. Schon an Kates Schwangerschaft wurde so viel Anteil genommen wie kaum je zuvor. Weltweite Hysterie oder echtes Interesse? Wohl eher Letzteres, haben Kate und William es doch geschafft, der Dynastie ein neues Gesicht zu geben. Ihnen schlägt - das belegen zahlreiche Umfragen - echte Wertschätzung ihrer Untertanen entgegen.

Doch wie werden William und Kate agieren, wenn sie als Familie auftreten? Wie werden sie ihr Kind auf eine Rolle im Scheinwerferlicht weltweiter Öffentlichkeit vorbereiten? Wie viel "Kindheit" wird das "Royal Baby" überhaupt haben können?